Korsika Tour 22– 31.Mai 2026
Wieder einmal haben die 8er Freunde eine große Tour auf dem Plan, es soll nach Korsika gehen. Über 6 Monate Planung waren wieder notwendig um eine Tour in der Art zu Planen. Bei dieser Reise war es eine Herausforderung Hotels für so eine Große Gruppe, zu finden. Auch das Buchen der Fähren war nicht ganz einfach. Dennoch hat es geklappt und wir konnten am 22. Mai die Tour mit 14 Fahrzeugen uns 25 Personen starten.
Treffpunkt Como Der Treffpunkt für alle Teilnehmer war Como in Italien. Für einige der 14 BMW E31 begann die Tour bereits mit einer sehr langen Anreise, teilweise waren die Teilnehmer mehr als acht Stunden unterwegs.
Die Anfahrt durch die Schweiz gestaltete sich aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und zahlreicher Staus über den Gotthard teilweise zäh. So trafen die letzten Teilnehmer erst gegen 22 Uhr im Hotel ein und die Gruppe war schließlich komplett.
Einige Teilnehmer nutzten die Anreise jedoch bereits als erste Etappe der Tour und wählten bewusst die landschaftlich reizvollere Route über die Schweizer Passstraßen. Dabei ging es unter anderem über den Gotthardpass, den San-Bernardino-Pass oder den Splügenpass.
Damit war bereits die Anreise ein erstes Highlight und die Vorfreude auf die kommenden gemeinsamen Kilometer mit insgesamt 14 BMW E31 entsprechend groß.
Tag 1 Villa Santo Stefano / Florenz Am Morgen starteten wir gegen 9 Uhr zu unserer nächsten Etappe. Mehr als 350 Kilometer lagen vor uns, und bereits um 14 Uhr erwartete uns ein ganz besonderer Termin: die Villa Santo Stefano, ein Weingut, das Wolfgang Reitzle vor einigen Jahren übernommen hat und heute erfolgreich exklusive Weine produziert. Diese außergewöhnliche Station durfte auf unserer Tour natürlich nicht fehlen.
Die ersten Kilometer führten uns vorbei an Mailand. Der dichte Verkehr und zahlreiche Staus machten die Fahrt ausgesprochen anstrengend. Mit insgesamt 14 BMW E31 unterwegs zu sein,
stellte uns dabei vor eine besondere Herausforderung: Die Kolonne zusammenzuhalten, war bei diesem Verkehrsaufkommen alles andere als einfach.
Nach rund zwei Stunden verließen wir die stark befahrenen Straßen in Richtung Süden. Über den Passo del Righetto führte unsere Route schließlich hinunter an die Adriaküste. Eine weitere Stunde ging es direkt am Meer entlang – und spätestens jetzt konnten wir schon einmal die südländische Meeresluft genießen.
Unser Ziel, die Villa Santo Stefano, liegt malerisch auf einem Hügel in der Toskana. Schon die letzten Kilometer zum Weingut führten durch eine wunderschöne Landschaft und waren für sich genommen bereits ein echtes Highlight.
Nahezu pünktlich um 14 Uhr erreichten wir schließlich die Villa. Dort wurden wir von Petra und Francesca herzlich empfangen und damit begann ein ganz besonderer Nachmittag unserer Ausfahrt.
Petra startete mit uns zu einer ausführlichen Führung durch die Weinberge der Villa Santo Stefano. Dabei erhielten wir interessante Einblicke in die Pflege der Rebstöcke und die Besonderheiten der verschiedenen angebauten Traubensorten. Sie erklärte uns anschaulich, worauf es bei der Arbeit im Weinberg ankommt und wie viel Handarbeit hinter einem hochwertigen Wein steckt.
Das Wetter war, wie man es sich für einen Aufenthalt in der Toskana kaum besser wünschen könnte, traumhaft. Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir durch die Weinberge spazieren und die wunderschöne Landschaft genießen. Allein dieser Teil der Führung war für viele von uns bereits ein besonderes Erlebnis.
Anschließend ging es weiter in den Weinkeller. Hier erfuhren wir viel über die Herstellung und Lagerung der Weine. Besonders interessant waren die unterschiedlichen Größen der verwendeten Weinfässer sowie deren aufwendige Herstellung. Auch die Herkunft und die Besonderheiten der verschiedenen Fässer wurden uns ausführlich erklärt.
Zum Abschluss führte uns Petra in den wunderschön gepflegten Garten der Villa. Bei einer kleinen Weinprobe konnten wir die Eindrücke des Nachmittags Revue passieren lassen. Ein stimmungsvoller Abschluss einer wirklich außergewöhnlichen Führung.
Doch das eigentliche Highlight sollte erst noch kommen. Petra und Francesca hatten für uns einen kleinen Imbiss vorbereitet, wobei „Imbiss“ wohl kaum der richtige Begriff dafür war.
Als wir den festlich gedeckten Gäste-Salon betraten, waren wir regelrecht überwältigt. Der wunderschöne Raum im klassisch-toskanischen, mediterranen Landhausstil mit eleganten historischen Elementen bot den perfekten Rahmen für das, was uns erwartete. Auf dem langen,
liebevoll gedeckten Tisch waren zahlreiche Schinken- und Käseplatten angerichtet, dazu frisches Brot und weitere regionale Köstlichkeiten. Alles sah nicht nur fantastisch aus, sondern schmeckte auch hervorragend. Die Gastfreundschaft und die besondere Atmosphäre sorgten dafür, dass wir am liebsten gar nicht mehr aufbrechen wollten.
Und natürlich durfte auf einem Weingut auch der passende Wein nicht fehlen. Zu den Speisen wurden verschiedene Weine aus dem Hause Villa Santo Stefano serviert. Die einzelnen Weine wurden uns vorgestellt und ihre Besonderheiten sowie die unterschiedlichen Charaktere ausführlich erklärt.
Bei so viel Genuss verging die Zeit wie im Flug. Irgendwann hieß es jedoch Abschied nehmen, denn unser Hotel in Florenz wartete bereits auf uns. Gegen 18 Uhr verließen wir die Villa Santo Stefano, mit vielen schönen Eindrücken, großer Begeisterung und der einhelligen Meinung, dass dieser Besuch ein ganz besonderer Höhepunkt unserer Ausfahrt gewesen war.
Der Weg nach Florenz war nicht mehr sehr weit und wir kamen gegen 19 Uhr im Hotel an und haben erst mal eingecheckt. So endete unser Abend in Florenz bei einem gemeinsamen Abendessen.
Tag 2 Florenze / Pisa / Livorno Am nächsten Morgen , nach einem tollen Frühstück im Hotel, stand ein weiterer Höhepunkt unserer Ausfahrt auf dem Programm: eine gemeinsame Stadtführung durch Florenz. Ausgangspunkt war der imposante Glockenturm des Giotto direkt am Domplatz. Von dort aus führte uns unser Guide durch die historische Altstadt und gab uns interessante Einblicke in die Geschichte und die beeindruckende Architektur der Stadt.
Vorbei am Dom Santa Maria del Fiore mit seiner weltberühmten Kuppel ging es weiter zur Piazza della Signoria mit dem Palazzo Vecchio und den zahlreichen beeindruckenden Skulpturen. Anschließend führte unser Rundgang über die Ponte Vecchio, die älteste Brücke von Florenz, mit ihren charakteristischen Geschäften und dem Blick auf den Arno.
Natürlich durfte auch ein Abstecher zu den Uffizien nicht fehlen. Zwischen den historischen Gebäuden, engen Gassen und prachtvollen Plätzen wurde schnell deutlich, warum Florenz als eine der bedeutendsten Kunst- und Kulturstädte Europas gilt.
Nach zwei Stunden voller Geschichte, Kunst und beeindruckender Eindrücke endete unsere Führung wieder am Glockenturm, unserem Ausgangspunkt. Eine gelungene Tour durch das Herz von Florenz. In kleineren Gruppen ging es dann in verschiedene Lokale für ein gemütliches Mittagessen.
Danach ging es weiter nach Pisa. Da für diesen Abschnitt kein gemeinsamer Kolonnenstart vorgesehen war, konnte jeder selbst entscheiden, wann und auf welcher Route er nach Pisa fahren wollte. Von Florenz aus war der Weg mit rund eineinhalb Stunden Fahrzeit gut zu bewältigen.
Schon bei der Anfahrt zeichnete sich am Horizont das wohl bekannteste Wahrzeichen der Stadt ab: der Schiefe Turm von Pisa. Und natürlich durfte auch das obligatorische Foto nicht fehlen, wenngleich wir diesmal auf das inzwischen fast schon traditionelle „Ich schiebe den Turm gerade“-Foto verzichteten.
Unser Ziel war die berühmte Piazza dei Miracoli, den „Platz der Wunder“. Auf dem weitläufigen, von Rasenflächen geprägten Gelände befinden sich gleich vier beeindruckende Bauwerke: der Schiefe Turm, der Dom Santa Maria Assunta, das Baptisterium und der monumentale Camposanto. Das gesamte Ensemble gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Bei einem ausgedehnten Spaziergang erkundeten wir das Gelände und ließen die beeindruckende Architektur auf uns wirken. Besonders der strahlend weiße Marmor der Bauwerke und der Kontrast zur großen grünen Rasenfläche machten die Piazza zu einem außergewöhnlichen Ort. Auch ein Blick in den Dom durfte natürlich nicht fehlen.
Danach hieß es für uns wieder: E31-Pferde starten und ab nach Livorno! Die Strecke war nicht mehr allzu weit, und so trafen nach und nach alle Teilnehmer im Hotel ein.
Nach dem Einchecken blieb noch etwas Zeit, um sich frisch zu machen und die vielen Eindrücke des Tages Revue passieren zu lassen. Ganz ohne kleine Überraschung blieb der Hotelaufenthalt allerdings nicht: Bei zwei Zimmern gab es Probleme, sodass kurzfristig ein alternatives Hotel organisiert werden musste.
Doch auch hier zeigte sich einmal mehr, wie gut unsere Gruppe funktioniert. Die betroffenen Kollegen nahmen die Situation ganz souverän und mit der nötigen Gelassenheit. Kurzerhand wurde ein neues Hotel gesucht, gebucht und schon war das Problem gelöst. Genau so muss eine gemeinsame Ausfahrt funktionieren! Am Abend traf sich dann die gesamte Gruppe noch einmal in einer nahegelegenen Pizzeria zum gemeinsamen Tagesausklang. Bei gutem italienischem Essen, dem einen oder anderen Glas Wein und vielen Gesprächen ließen wir den erlebnisreichen Tag in entspannter Atmosphäre ausklingen.
Tag 3 Fähre / Bastia
Am nächsten Morgen ging es früh los. Die Fähre startet schon um 8 Uhr, so dass wir uns um 7 Uhr ohne Frühstück auf den Weg machen. An der Fähre war die Verladung dann recht zügig. Alles ging fix. Die Einweiser achteten sehr auf unsere Fahrzeuge. An der Ladeklappe der Fähre wurden einige mit M-Spoiler angehalten um dann schräg auf die Fähre zu fahren. Dann waren wir dann auch schnell am Platz und konnten das Fahrzeug verlassen. Pünktlich um 8:00 Uhr verließ die Fähre Livorno. Korsika, wir kommen. Nachdem wir die Ausschiffung uns angeschaut hatten und wir auf dem offenen Meer waren, gings ins Bordrestaurant um ein ausgiebiges Frühstück zu genießen. Die Fahrt dauerte um die 4 Stunden. Die überfahrt war kurzweilig, das Wetter wieder sehr schön. Auf Deck begutachteten wir dann die Ankunft in Bastia. Gegen 12:30 Uhr fuhren wir von der Fähre und in einer Kolonne in unser Hotel in Bastia. Das Hotel war ein Glücksgriff. Es war so ein schönes Hotel mit einem Swimmingpool. So kam es dass wir einen Relax Nachmittag im Hotel verbrachten. Wir nahmen den Pool in besitz und verbrachten einen schönen Nachmittag. Am Abend ging es noch gemeinsam zum Essen und dann war auch schon unser erster Tag auf Korsika vorbei.
Tag 4 Bastia / Cup Corse
Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt, um Bastia bei einer gemeinsamen Stadtführung näher kennenzulernen. Unsere außerordentlich freundliche Stadtführerin nahm sich viel Zeit für uns und brachte uns die Geschichte und Besonderheiten der Stadt auf sehr unterhaltsame Weise und in deutscher Sprache näher. Da die Führung mehr als zwei Stunden dauerte, legten wir zwischendurch eine kleine Pause in einem gemütlichen Café ein. Anschließend ging es weiter durch die verwinkelten und wunderschönen Gassen der Altstadt. Zahlreiche historische Gebäude, beeindruckende Kirchen und typisch korsische Lokale und Bars säumten unseren Weg. Die besondere Atmosphäre und der Charme der alten Stadt begeisterten uns sehr. Doch wie jede schöne Führung hatte auch diese irgendwann ein Ende. Unser Rundgang führte schließlich zurück zum Place Saint-Nicolas. Dort ließen wir uns in einem gemütlichen Restaurant nieder, das mit seinen zahlreichen großen Bäumen einen angenehmen Schattenplatz bot und uns vor der inzwischen kräftigen Sonne schützte. Bei gutem Essen und angenehmer Atmosphäre konnten wir die vielen Eindrücke der Stadtführung noch einmal Revue passieren lassen.
Nachdem sich alle gestärkt hatten, hieß es wieder: Autos holen und auf zum Cap Corse! Im Norden Korsikas erwarteten uns unzählige Serpentinen und kurvenreiche Straßen, die sich immer wieder spektakulär entlang der Küste schlängelten. Eine Kurve schien schöner als die andere und hinter jeder Biegung wartete ein neuer beeindruckender Ausblick auf das Meer. Natürlich durfte das eine oder andere Fotomotiv nicht ungenutzt bleiben. Wir legten mehrere Fotostopps ein, bevor wir schließlich unser Tagesziel Barcaggio erreichten. Hier konnten wir unsere 8er direkt am Meer aufstellen und fantastische Aufnahmen vor dieser beeindruckenden Kulisse machen. Es dauerte auch nicht lange, bis weitere Besucher auf unsere Fahrzeuge aufmerksam wurden. Die außergewöhnliche Gruppe von 8er Fahrzeugen sorgte für einiges Interesse und so mancher Passant blieb stehen, um die Fahrzeuge zu bestaunen. Während des Fotoshootings nutzten wir die Gelegenheit für eine kleine Erfrischung an der Strandpromenade. Bei einem Kaffee und verschiedenen Getränken konnten wir die herrliche Aussicht genießen und die besondere Atmosphäre auf uns wirken lassen.
Nach dieser kleinen Pause ging es weiter. Über die Westseite des Cap Corse führte uns die Route schließlich zurück zu unserem Hotel in Bastia. Die traumhaften und kurvenreichen Straßen, für die Korsika so bekannt ist, haben bei uns bleibende Eindrücke hinterlassen und sollten uns auch in den kommenden Tagen noch mehrfach begegnen.
Im Hotel angekommen, ließen wir den Rest des Tages entspannt in der schönen Hotelanlage ausklingen. Nach den vielen Kilometern und Kurven des Tages tat die Ruhe sichtlich gut.
Am Abend zog es uns dann noch einmal in den Yachthafen von Bastia. In traumhafter Kulisse, umgeben von den beleuchteten Booten und dem besonderen Flair des Hafens, ließen wir den Tag bei einem hervorragenden Abendessen und guten Gesprächen gemütlich ausklingen.
Tag 6 Calvi / Sartene / Ajaccio
Unser nächstes Ziel hieß Calvi. Schon die Anfahrt führte uns über einen der unzähligen Berge Korsikas und da waren sie wieder: die Straßen, die wir lieben! Kurven ohne Ende, wunderschöne Natur und traumhafte Ausblicke sorgten für jede Menge Fahrspaß. Mehrere Fotostopps boten Gelegenheit, unsere 8er vor dieser beeindruckenden Kulisse in Szene zu setzen. Die Begeisterung in der Gruppe war groß, Korsika zeigte uns immer wieder neue, faszinierende Seiten. In Calvi beeindruckte uns vor allem die imposante Zitadelle, die hoch über der Stadt und der Bucht thront. Durch die engen Gassen der historischen Festung ging es weiter mit herrlichen Ausblicken auf das Mittelmeer.
Von Calvi aus führte unsere Route weiter nach Sartène, einer der wohl schönsten historischen Orte Korsikas. In der verwinkelten Altstadt legten wir einen gemütlichen Zwischenstopp ein. Bei Eis und Kaffee blieb genügend Zeit, durch die engen Gassen zu schlendern, die alten Häuser zu bestaunen und ein wenig das besondere Flair der Stadt zu genießen.
Anschließend führte unsere Route entlang der spektakulären Westküste über Porto und die Calanques de Piana in Richtung Ajaccio. Die roten Granitfelsen, das tiefblaue Meer und die kurvenreiche Küstenstraße boten eine Kulisse, die kaum zu übertreffen war. Auch hier konnten wir natürlich nicht an einigen Fotostopps vorbeifahren. Am Abend erreichten wir schließlich Ajaccio, die Geburtsstadt Napoleons. Sehenswürdigkeiten wie die Maison Bonaparte, die Kathedrale und der Place Foch prägen das Stadtbild. Nach dieser traumhaften Etappe bezogen wir unser Hotel mit einem gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant am Hafen
Tag 7 Corte / Filitosa / Bonifacio
Von Ajaccio aus machten wir einen Abstecher ins Landesinnere nach Corte. Die rund eineinhalbstündige Fahrt führte uns wieder durch die beeindruckende Berglandschaft Korsikas. In Corte angekommen, erkundeten wir zu Fuß die historische Altstadt. Besonders die Zitadelle, die spektakulär auf einem Felsen über der Stadt thront, sowie die engen Gassen, historischen Häuser und kleinen Plätze machten den Besuch zu einem lohnenswerten Zwischenstopp. Von der Zitadelle bot sich uns ein beeindruckender Blick über die Stadt und die umliegenden Berge.
Anschließend ging es weiter nach Filitosa, einer der bedeutendsten prähistorischen Fundstätten Korsikas. Auf dem weitläufigen Gelände konnten einige Teilnehmer bei einer Besichtigung die geheimnisvollen Menhire und prähistorischen Steinfiguren erkunden und mehr über die Geschichte dieser beeindruckenden Anlage erfahren. Andere nutzten die Gelegenheit für eine gemütliche Pause im Café, dort versanken einige so intensiv in interessante Gespräche, dass die Zeit fast wie im Flug verging. So konnte jeder den Aufenthalt auf seine eigene Art genießen..
Schon bei der Anfahrt war die Lage der Stadt beeindruckend: Hoch oben auf den weißen Kalksteinfelsen thront die mächtige Zitadelle, während sich darunter der wunderschöne Naturhafen tief in die Felsen hineinzieht. Nach dem Einchecken im Hotel machten wir uns zu Fuß auf den Weg hinunter zum Hafen, wo wir gemeinsam zu Abend aßen.
Doch der eigentliche Höhepunkt des Abends sollte noch kommen. Während wir gemütlich im Hafen beim Abendessen saßen, lief plötzlich die imposante Megayacht „Renaissance“ in den Hafen von Bonifacio ein. Die Einfahrt durch die enge Hafenzufahrt und das anschließende Anlegen waren ein echtes Spektakel. Natürlich wurde das Abendessen für einen Moment zur Nebensache, dieses Schauspiel wollte sich niemand entgehen lassen. Tag 8 Bonifacio / Porto-Vecchio / Bastia
Der Morgen in Bonifacio begann für Stephan und Daniel bereits um 6 Uhr. Die beiden nutzten die frühen Morgenstunden für eine ausgiebige Fotosession direkt am Meer. Bei dem noch ruhigen Licht und der beeindruckenden Kulisse rund um Bonifacio entstanden dabei einige fantastische Aufnahmen. Nach fast einer Stunde und gefühlt unzähligen Positionswechseln der Fahrzeuge ging es zurück ins Hotel zum Frühstück.
Anschließend erwartete uns wieder unsere Reiseführerin, die uns bereits durch Bastia geführt hatte. Mit einem kleinen Touristenzug fuhren wir vom Treffpunkt hinauf zur historischen Oberstadt und zur Zitadelle von Bonifacio, wo unsere Stadtführung begann.
Die auf einem schmalen Kalksteinplateau gelegene Altstadt beeindruckte mit ihren engen, verwinkelten Gassen, historischen Häusern und der mächtigen Genuesischen Zitadelle. Besonders beeindruckend war der Blick von den Festungsmauern über die steil abfallenden weißen Kalksteinfelsen und das tiefblaue Mittelmeer. Bei klarer Sicht reicht der Blick sogar bis nach Sardinien, das nur wenige Kilometer entfernt liegt. Auch die berühmte Escalier du Roy d'Aragon, die in den Felsen geschlagene König-Aragon-Treppe, und die Kirche Sainte-Marie-Majeure gehörten zu den besonderen Eindrücken unserer Führung.
Nach der Stadtbesichtigung wartete bereits das nächste Abenteuer auf uns: Wir hatten ein Boot gechartert, um die spektakuläre Küste rund um Bonifacio vom Wasser aus zu erkunden. Zunächst glitt das Boot nahezu lautlos im Elektrobetrieb durch das Wasser. Doch dann wurde es plötzlich deutlich lebhafter: Ein 13-Liter-Volvo-Sechszylinder-Dieselmotor mit über 500 PS wurde gestartet, alles vibrierte, Gänsehaut und wir schossen mit ordentlich Geschwindigkeit über das Meer.
Vom Wasser aus eröffneten sich völlig neue Perspektiven auf die weißen Felsklippen, die Höhlen und die hoch über dem Meer thronende Altstadt von Bonifacio. Nach gut einer halben Stunde war die rasante Bootstour leider schon wieder vorbei, viel zu schnell für unseren Geschmack, aber mit jeder Menge beeindruckender Eindrücke im Gepäck.
Gegen 12 Uhr schlugen die Autotüren unserer 14 Coupés synchron zu. Die Triebwerke erwachten zum Leben, und die Kolonne setzte sich langsam in Bewegung. Unser Ziel: die Ostküste der Insel.
Die erste Etappe führte uns nach Porto Vecchio. Was gibt es Schöneres, als das letzte Mittagessen der Tour direkt am Meer zu verbringen? Wir steuerten ein wunderschönes Restaurant direkt am feinen Sandstrand an. Für rund eineinhalb Stunden ließen wir hier die Seele baumeln. Während die Wellen sanft an den Strand spülten und wir die korsische Küche vor der Kulisse des türkisfarbenen Mittelmeers genossen.
Nach dieser erholsamen Pause hieß es wieder: Start frei für , die Reise ging weiter gen Norden, entlang der Küstenstraße in Richtung Bastia den wir in knapp 3Stunden bewältigten. Die Fahrt verlief reibungslos, und das gleichmäßige Cruisen im E31 zeigte einmal mehr die exzellenten Grand-Tourer-Qualitäten dieses Klassikers.
Pünktlich und ohne Zwischenfälle erreichten wir gegen 18:30 Uhr den Hafen von Bastia. Die Abendsonne tauchte den Hafen in ein warmes Licht, während wir uns in die Wartespuren einreihten ein unübersehbarer Blickfang für alle anderen Reisenden. Um Punkt 19:00 Uhr begann das Boarding. Fahrzeug für Fahrzeug rollte der 8er Fahrzeuge über die stählerne Rampe in den Bauch der riesigen Nachtfähre. Eine Besonderheit konnten wir noch erleben. In Bastia war auch eine Gruppe von über 10 Ferraris die ebenfalls auf die Fähre gefahren sind. Das war ein Event, besonders vorsichtig ging es auf die Rampe der Fähre.
Als die Fähre um 20:00 Uhr die Leinen löste und langsam aus dem Hafen von Bastia manövrierte, standen wir an Deck. Wir bezogen unsere Kabinen, die mittlerweile in die Jahren gekommen sind und trafen uns kurz darauf wieder auf den Außendecks, um bei einem kühlen Getränk den Blick auf die kleiner werdenden Lichter Korsikas zu genießen. Während das Schiff sanft durch die Nacht glitt ließen wir die letzten Tage Revue passieren, Was für eine Reise.
Heimreise
Der nächste Morgen begann früh. Um 6:00 Uhr trafen wir uns im Restaurant der Fähre zu einem letzten gemeinsamen Frühstück auf dem Meer. Frisch gestärkt ging es kurz darauf unter Deck: Die Triebwerke wurden gestartet, und wir rollten im Hafen von Savona von Bord.
Dort legten wir noch einen kurzen, Zwischenstopp ein. Im Hafen von Savona verabschiedeten wir uns schweren Herzens voneinander. Von hier aus trat jeder eigenständig die Heimreise an, wobei sich einige Fahrzeuge, die denselben Weg vor sich hatten, noch für die Autobahnetappen zusammenschlossen.
Als wir schließlich alle wieder zu Hause ankamen, zeigte der Kilometerzähler bei jedem von uns weit über 2.500 zurückgelegte Kilometer an. Und das Schönste an dieser anspruchsvollen Tour: Nicht ein einziges Fahrzeug machte Probleme! Jeder kam ohne einen einzigen Ausfall sicher und zuverlässig wieder zu Hause an, ein riesiger Beweis für die exzellente Pflege dieser Klassiker. Innerhalb unserer „8er Freunde Community“ war dieses Event ein absoluter Meilenstein. Die Gruppe hat sich an allen Tagen fantastisch verstanden und ist noch enger zusammengeschweißt. Kein Wunder, dass sich am Ende alle die gleiche Frage stellten: Wo geht es nächstes Jahr hin?
In eigener Sache: Für mich persönlich war diese Reise jedoch noch aus einem ganz anderen Grund unvergesslich. Mein eigener 8er wurde erst sprichwörtlich in letzter Sekunde vor der Reise fertiggestellt. Ich hatte dem Wagen ein ganz besonderes Herzstück verpasst: einen kraftvollen 4,0-Liter-V8-Dieselmotor. Erst eine Woche vor dem Startschuss lagen endlich der Segen vom TÜV und die gültigen Fahrzeugpapiere vor, eine Punktlandung! Der Umbau ging über 1,5 Jahre. Umso begeistert war ich, dass mein mühsam umgebauter 8er die gesamte Distanz wie ein Uhrwerk meisterte. Ich habe das tiefe, bullige Brummen des V8-Diesels auf jedem einzelnen Kilometer genossen. Ein absolut einmaliges Gefühl und eine Reise, die mir für immer unter die Haut gehen wird.
Danny Juni / 2026